Generation 4

Woche: 2

 

       
 

Regelmäßig besuchen Lenard und Liam Justins Grab. Beide vermissen ihren Ehemann bzw. Vater sehr. Besonders Lenard übermannt immer wieder die Trauer. Es kommt ihm vor, als sei es erst gestern gewesen, dass er den deutlich älteren Professor an der Uni kennen und lieben gelernt hat.

 
 
 

Auch Liam trauert, aber freudige Ereignisse lassen die Trauer in den Hintergrund treten. Ein Leben ist geendet, dafür beginnt nun ein neues. Liams Sohn Finn kommt zur Welt.

 
     
 

Liam schließt das kleine Würmchen sofort in sein Herz. Abwechselnd mit Opa Lenard macht er die Nächte durch, damit es seinem Sohn an nichts fehlt. Und da wird ihm bewusst, dass er ja noch ein Kind haben muss. Schließlich war auch Elliott schwanger, als sie sich getrennt haben. Und auch wenn er zunächst geglaubt hat, nichts von diesem Kind wissen zu wollen, will er es jetzt doch kennenlernen. Und auch Elliott soll einen Anteil an Finns Leben haben. Also packt er Finn in den Kinderwagen und macht sich auf dem Weg in die City von Setra, wo Elliott nun in einem schicken Apartment in einem der Hochhäuser lebt.  

 
     
 

Dort angekommen stellt ihm Elliott seinen Sohn Isaiah vor. Das Würmchen ist genauso zauberhaft wie Finn. Das haben Elliott und er gut gemacht. Und auch Elliott ist von Finn auf der Stelle verzaubert. Da verzeiht er es Liam auch, dass dieser ihm nichts von seiner Schwangerschaft erzählt hat.

 
   
 

Und dann kommen die beiden Eltern sich auch wieder näher. Es beginnt mit schüchternen Küssen in der Küche und endet im Schlafzimmer. Liam genießt es in vollen Zügen. Auf körperlicher Ebene haben Elliott und er schon immer super harmoniert. Aber schnell wird ihm klar, dass er weiterhin keine Beziehung möchte. Elliott ist deswegen furchtbar wütende. Schon wieder ist er Liam auf den Leim gegangen.

 
   
 

Indes erreicht Lenard die nächste traurige Nachricht. Sein älterer Bruder Daniel ist verstorben. Bei seinem langjährigen Angestellten Thassilo, der hinterm Tresen in Lenards Strandbar steht, findet er eine Schulter zum Ausweinen. Und Thassilo schafft es auch, ihn wieder auf andere Gedanken zu bringen.   

 
     
 

Da die Elternzeit nun vorbei ist, beginnt Liam wieder zu arbeiten. „Solar Biegtviel“ ist zurück in der Stadt und präsentiert seine akrobatischen Künste auf den Plätzen Setras. Inzwischen ist er, passend zu seinem Künstlernamen, sehr biegsam geworden. Vielleicht könnte er auch eine Karriere als Balletttänzer beginnen? Das Trinkgeld als Akrobat lässt nämlich sehr zu wünschen übrig. Alles nur Geizhälse, diese Passanten!

 
     
 

Daher muss er mal mit seinem Chef und ehemaligen festen Freund Robbie sprechen. Doch der kann ihm leider keine Beförderung anbieten. Und auch für größere Auftritte ist Liam seiner Meinung nach noch nicht bereit. „Kann ich dich irgendwie vom Gegenteil überzeugen?“, fragt Liam kokett. Doch das hat bei Robbie keine Wirkung. Bestechen lässt er sich nicht. Nun gut, dann halt nicht, denkt sich Liam, küssen kann ich den Mann ja trotzdem.

 
   
 

Und es bleibt nicht bei einem Kuss. Obwohl Robbies Club, die städtische Karaokebar, brechend voll ist, verschwinden die beiden in der Fotokabine, um etwas Spaß zu haben. Selbst Liam muss erröten, als er die Bilder sieht, die der Automat ausspuckt. Robbie hat die Aktion sichtlich genossen. Und in dem kommenden Tagen und Wochen wird sie immer mal wieder wiederholt.

 
     
 

Erschrocken stellt Liam fest, wie schnell die Zeit verrinnt. Gerade war Finn noch ein hilfloser Säugling, der in der Wann kaum sein Köpfchen selbst über Wasser halten konnte, und jetzt ist er schon ein Kleinkind, das eigenständig den Löffel halten möchte, wenn Papa ihn füttert.

 
   
   

Doch so schnell wird Liam das Babygeschrei nicht los werden. Es gab erste Anzeichen, doch jetzt ist er sich sicher, dass seine Handlungen mit Robbie in der Fotokabine nicht ohne Folgen geblieben sind. Er ist abermals schwanger. Und erneut entscheidet er sich dafür, dass Kind alleine aufzuziehen. Ja, Robbie ist nett und er hat Spaß mit ihm, aber es gibt schon einen Grund, warum sie nach der Schule kein Paar mehr waren. Die große Liebe ist es einfach nicht.

 
   

Aber die Liebe könnte sich bei Lenard anbahnen. Vielleicht ist es auch hier nicht die große Liebe – kein Mann würde jemals an Justin rankommen – aber er spürt deutlich, dass da mehr ist als nur Freundschaft bei ihm und Thassilo. Noch zögert er, aber jeder Moment, den er mit Thassilo verbringen kann, ist ein Geschenk für ihn.

 
   
 

Doch leider kommt er nicht mehr dazu, sich voll und ganz auf Thassilo einzulassen. Ganz überraschend kommt der Tod mitten in einer Partie Golf vorbei, um ihn zu Justin, seinem Bruder Daniel und seinen Vätern und Großvätern zu geleiten, die ihm Jenseits versammelt bereits auf ihn warten.

 
     
 

Für Liam ist das eine herbe Nachricht. Er liebte seinen Vater und dieser war immer eine große Stütze für ihn. Jetzt war er wirklich alleinerziehend. Von nun an gab es keinen Opa Lenard mehr, der sich zusammen mit Liam um den kleinen Finn und dessen Geschwisterchen, das bald auf der Welt sein würde, kümmern konnte.

 
   
   

Damit wird es für Liam mit der Arbeit richtig schwierig. Geld für einen Babysitter ist keines vorhanden, daher muss Finn überall mit hingenommen werden. Und manchmal geht es einfach nicht anders, als dass er seinen Sohn einfach auf dem Asphalt absetzt und dort alleine lässt, während er in der Zwischenzeit für das Familieneinkommen sorgt. Zum Glück ist Setra eine sehr sichere Stadt – der freundliche Alleinherrscher hat überall Kameras aufstellen lassen, die alles und jeden im Blick haben – und es gibt immer wieder Passanten, die sich um Finn kümmern, bis sein Papa wieder auftaucht.

   
   
 

Kurz spielt Liam doch mit dem Gedanken, ob er nicht mit Elliott zusammenziehen sollte. Immerhin wäre er dann auch näher bei seinem anderen Sohn Isaiah, der ja auch bereits ein Kleinkind und seinem Opa Lenard wie aus dem Gesicht geschnitten war. Aber Elliott will davon nichts wissen. Er hat sich endlich mit einem freundschaftlichen Verhältnis zwischen Liam und ihm abgefunden und daran wollte er nicht mehr rütteln.

 

Ende Woche 2 Generation 4

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